
Das experimentelle Flugzeug Yak-130M hat seinen Erstflug auf dem Werksflugplatz in Irkutsk absolviert, einer Einheit von PJSC Yakovlev, die zur United Aircraft Corporation (UAC) und zum staatlichen Rostec-Konzern gehört. Der Start markiert einen wichtigen Schritt im russischen Programm zur Modernisierung fortgeschrittener Trainingsflugzeuge mit Kampffähigkeit.
Laut einem von OAK/UAC veröffentlichten Video wurde die Maschine von den Testpiloten Alexander Guskov, 1. Klasse, und Andrey Voropaev geflogen. Der Flug dauerte rund 50 Minuten, erreichte Höhen von bis zu 2.000 Metern und Geschwindigkeiten von bis zu 600 km/h. Nach Angaben der Besatzung wurde die Mission vollständig erfüllt, ohne Beanstandungen zum Verhalten des Flugzeugs.
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Die Bedeutung des Tests geht über einen einfachen Erstflug hinaus. Die Yak-130M basiert auf der Yak-130, einem fortgeschrittenen Trainingsjet, der bereits bei den russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräften sowie bei Luftstreitkräften in Ländern Europas, Asiens und Afrikas bekannt ist. Der Unterschied besteht darin, dass die neue Version eine breitere Rolle einnehmen soll: Neben der Pilotenausbildung wird das Modell nun als leichte Kampfplattform präsentiert.

Das ist der zentrale Punkt des Projekts. Anstatt die Yak-130M auf die Ausbildung von Piloten moderner Kampfflugzeuge zu beschränken, versucht Russland, sie in ein Flugzeug zu verwandeln, das reale Angriffs- und Luftverteidigungsmissionen in Szenarien geringerer Intensität erfüllen kann. Für viele Länder kann ein solches Flugzeug eine günstigere und einfacher zu betreibende Alternative zu schweren Kampfjets sein, insbesondere bei Patrouillen, Luftunterstützung und der Reaktion auf Bedrohungen wie Drohnen.
Die Yak-130M wirkt nicht wie ein radikaler Bruch. Äußerlich behält sie die vertraute Silhouette der Yak-130 mit geraden Flügeln, Doppelsitz-Cockpit und kompakten Abmessungen. Die wichtigste Veränderung liegt in dem, was nicht auf den ersten Blick sichtbar ist: neue Bordsysteme, ein modernes Radar und ein erweitertes Waffenpaket, darunter Luft-Luft- und Luft-Boden-Waffen.

Rostec erklärt, dass die Modernisierung den Betrieb bei allen Wetterbedingungen, bei Tag und Nacht, ermöglicht und das Flugzeug näher an den Standard moderner Luftfahrtsysteme heranführt. Zu den vorgesehenen Aufgaben gehören Angriffe auf Bodenziele, das Abfangen von Luftbedrohungen und der Einsatz gegen Drohnen der schweren Klasse.
Ein Trainingsflugzeug dient dazu, Piloten vorzubereiten, bevor sie auf teurere und komplexere Kampfjets wechseln. Ein leichter Kampfjet hingegen ist für Kampfeinsätze mit niedrigeren Betriebskosten ausgelegt. Die Yak-130M versucht, diese beiden Funktionen auf einer einzigen Plattform zu vereinen, was Rostecs Beschreibung als “Zwei-in-eins”-Flugzeug erklärt.

Das Modell hat auch eine kommerzielle Dimension. Im November 2025 präsentierten Rostec und Rosoboronexport einen Prototyp der Yak-130M auf der Dubai Airshow, um sowohl Länder anzusprechen, die bereits die Yak-130 betreiben, als auch neue Kunden, die ihre Flotten mit erschwinglicheren Flugzeugen erneuern möchten.
Der Flugdebüt ist daher sowohl ein technischer als auch ein strategischer Schritt. Für die russische Luftfahrtindustrie stellt die Yak-130M den Versuch dar, ein bekanntes Projekt zu aktualisieren, seinen Exportwert zu erhöhen und auf die wachsende Nachfrage nach Flugzeugen zu reagieren, die Piloten ausbilden und gleichzeitig reale Kampfeinsätze durchführen können.
Quelle und Bilder: Telegram @uac_aviaprof. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
